Fred Fish - Mr. Public Domain gestorben

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10 Jahre 2 Monate her #572 von compi999

Wie auf dem Szeneportal Bitfellas.org zu lesen war, ist am Freitag, den 20. April der Urvater des Gedankens der frei verfügbaren Software und einer der populärsten Veteranen des Commodore Amiga, Fred Fish, zuhause gestorben.

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Wenn man sich fragt, wer als Vorreiter den Gedanken der so genannten Public Domain Software verbreitet hat, so muss man fairerweise als erstes den amerikanischen Programmierer Fred Fish aus Arizona aus dem Jahrgang 1952 und seine gleichnamige PD-Serie mit über eintausend Disketten erwähnen. Die Programm-Bibliothek mit dem Namen "Fish disks" wurde im November 1985, kurz nach dem Erscheinen des Amiga 1000 eröffnet. Hierbei dürfte es sich um die weltweit größte Public Domain Sammlung handeln, die je existiert hat.

Zwar gab es überall in Europa Nachahmer, primär von deutschen Computerclubs und teilweise Händlern wie A.U.G.E. 4000, AgnusPD, Augs, Nordlicht, Poseidon, SaarAG, Schatztruhe, Oase, Spielekiste, UnionSoft und ähnlicheAmiga Juggler, A1000, Bitfellas, Workbench, Fred Fish, Amiga lib disks Organisationen, die ihrerseits eigene PD-Sammlungen ins Leben gerufen haben - mit der Aktualität und Dominanz von Fred Fish konnte aber niemand ernsthaft mithalten. Programmierer aus aller Herren Ländern haben ihm und seinem Team ihre Werke zugeschickt, die Fred Fish und seine Mitarbeiter in Kleinarbeit getestet, auf Viren überprüft, katalogisiert, veröffentlicht und in Form von Tapes und Disketten verschickt haben.

Die Rechte an den Programmen und Spielen für die "AmigaLibDisks" blieben bei den Erstellern der Software, sie mussten lediglich einer freien Verbreitung ihrer Werke zustimmen. Auch wurden dort teilweise zu Werbezwecken Testversionen oder zeitlich beschränkte Versionen von kommerziellen Titeln als Shareware vertrieben. Sehr viel später wurde diese Reihe, die von vielen Händlern zum Kauf angeboten wurde, und die auch als Gesamtwerk auf CDs erschienen ist, vom Aminet abgelöst. Dies ist eine vergleichbare Softwaresammlung, die ursprünglich vom deutschen Amigafreak Urban Müller ins Leben gerufen wurde. Diese ist allerdings online über das Internet via eigener Homepage und über diverse Ftp-Server verfügbar.

Fred Fish hatte in dieser Hinsicht keine Ambitionen, er war auch bekannt alsFred Fish, Amiga Libdisk, Public Domain, fishing Programmierer für seine Arbeit an einem GNU Debugger, erstellte diverse Portierungen von UNIX-Programmen für BeOS und hat später zeitweilig bei "Be Corporated" gearbeitet, dem Hersteller dieses alternativen PC-Betriebssystems. Die Verknüpfung von BeOS und dem Betriebssystem vom Amiga, dem AmigaOS, ist nicht zufällig entstanden. Die besten Features und Ideen unterschiedlichster Betriebssysteme wurden im BeOS vereint.

Fred: Rest in peace, macht’s gut, und danke für den (vielen) Fisch. So würde Douglas Adams, der Autor des Kultbuches "Per Anhalter durch die Galaxis" es wahrscheinlich ausdrücken. Auf Bitfellas.org hat man einen Trauer-Thread zu Fred Fishs Ableben eröffnet.


Quelle & Bericht www.gulli.com

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